Deutschland-Premiere


BURKINA FASO/BELGIEN/MARTINIQUE


18.06.2017  18:30 Uhr  TICKETS

19.06.2017  21:00 Uhr  TICKETS


Ort: Theater im Bauturm


Zurück ins Land der Geburt

Theater-Adaption nach Aimé Césaire

»Denn es ist nicht ganz richtig, dass das Werk des Menschen abgeschlossen ist, sondern das Werk des Menschen hat gerade erst begonnen. Und es hängt am Menschen, jedes in den Winkeln seiner Leidenschaft versteckte Verbot zu lösen.« Aimé Césaire 

Aimé Césaires Gedicht von 1939 ist ein revolutionärer Aufschrei gegen die allgegenwärtige Gewalt der Machthaber und gegen die Mauern des Vorurteils ebenso wie gegen die Ohnmacht der Unterdrückten, die nicht nur die schwarzen, sondern alle beherrschten Völker erleiden. Dabei prangert Césaire die Versklavung all derer an, die ihrer Menschlichkeit beraubt sind, sei es ein Jude, ein Hindu aus Kalkutta oder ein Mensch aus Harlem, der keine Stimme hat. Zurück ins Land der Geburt schreibt allen Menschen und Kulturen die gleiche Würde zu und wird zum Ausdruck für den wiedergefundenen Stolz und die Würde der schwarzen Welt-Bevölkerung. Die Poesie wird zur Waffe, um das Wort an alle Unterdrückten zurückzugeben.Der karibisch-französische Schriftsteller und Politiker Césaire war ein Vordenker der antikolonialen Bewegung und einer autonomen, schwarzen Kultur (Négritude). Er hat für kommende Generationen das Fundament für eine neue Brüderlichkeit geschaffen, die es immer wieder zu erneuern gilt. Seine lebendige, musikalische und üppige Dichtung ist zugleich präzise und messerscharf.

 

Inszenierung Daniel Scahaise


Regieassistenz Francois Ebouele


Licht Remy Brans


Mit  Etienne Minoungou

 


Eine Produktion von Compagnie Falinga/Burkina Faso, La Charge du Rhinocéros und Théâtre en Liberté/Belgien.

 

 

Pressestimmen

»Etienne Minoungou tut weit mehr, als dieses erhabene Gedicht vorzutragen. Es pulsiert in seinen Adern, er schwitzt es aus seiner Haut, er lässt es im Lichtstrahl seiner Augen erglühen.« Le Soir 6.3.2015

»Die Kraft seiner Ausdrucksweise lässt die Emotionen hervorsprudeln und darüber hinaus ein (heimliches) Einverständnis …« La Libre Belgique 17.3.2015

»Die Worte eines Poeten über die Sklaverei, die Traumata der Geschichte und das Versprechen einer befreienden Négritude werden zugänglich und nahe gebracht. Minoungou, zieht uns magisch an, berührt uns ...« Le Canard Enchaîné 30.3.16