Veranstaltungsreihe


Multilingual mit konsekutiver Übersetzung oder Simultan-Verdolmetschung


Theater im Bauturm, Alte Feuerwache, Online


30.05.2021  ca. 15:00 Uhr im Anschluss an die Lesung Pistes 

01.06.2021  ca. 21:30 Uhr, im Anschluss an die Szen. Lesung Diese Worte schlucke ich

02.06.2021  ca. 20:00 Uhr, im Anschluss an die Lesung Die Natur des Gesetzes

05.06.2021  ca. 21:15 Uhr, im Anschluss an das Live-Video von Le syndrome de la Pintade

08.09.2021  ca. 22:30 Uhr, im Anschluss an die Vorstellung von Romeo and Juliet in Kampala


Preise: zu den TICKETS gelangen Sie über die jeweiligen oben genannten Events


Dauer der Diskussionen, ca. 45 min


ÜBER-SETZUNG

EINE VERANSTALTUNGSREIHE RUND UM DAS ÜBERSETZEN FÜRS THEATER

In Form von Szenischen Lesungen, Übertitelungen und mehrsprachigen Inszenierungen sowie dazugehörigen Diskussionen beleuchten die Veranstaltungen von „Über-Setzung“ im engen Austausch mit afrikanischen Autor*innen die Arbeitsfelder von Übersetzer*innen im Kontext Theater und deren ästhetische wie institutionelle Herausforderungen. Öffentliche Diskussionen im Kontext von und im Anschluss an vier verschiedene Veranstaltungen bieten wir zu folgenden Themen:



--> Bilinguale Inszenierungen


Zwei- oder mehrsprachige Inszenierungen sind eine Option künstlerischer Arbeit um verschiedene Sprachen und ihre Akteure in Dialog zu bringen. Welche Gründe führen zu solchen ästhetischen Entscheidungen? Welche Folgen haben diese Entscheidungen für die Ästhetik von Inszenierungen und für den Prozess des Zuschauens? Wie verhalten sich Mehrsprachigkeit und Übertitelung zueinander?


THEATER IM BAUTURM | 30. Mai, ca. 15 Uhr im Anschluss an die Lesung Pistes von Penda Diouf




--> Die künstlerische Form „Szenische Lesung“


Szenische Lesungen sind eine Möglichkeit, Theatertexte im Original oder in der Übersetzung einem Publikum vorzustellen. Welche Chancen bieten Szenische Lesungen für das Theater und für die Autor*innen? Welche Möglichkeiten der Inszenierung haben Regisseur*innen? Wen erreicht eine Szenische Lesung eines neu übersetzten Textes? Sind Szenische Lesungen nachhaltig, bereiten sie Verlags- oder Theaterkontakte vor? Diese Fragen diskutiert die Gesprächsrunde mit Autor*innen, Regisseur*innen und Veranstalter*innen.


ALTE FEUERWACHE, BÜHNE | 1. Juni, ca. 21.30 Uhr im Anschluss an die Szenische Lesung Diese Worte schlucke ich von Sèdjro Giovanni Houansou



--> Übersetzerische Herausforderungen von Theatertexten

Welche spezifischen Herausforderungen bieten Theatertexte für die Übersetzung? Welches kulturelle und sprachliche Wissen ist für ihre Übersetzung nötig? Welche Besonderheiten ergeben sich, wenn diese Texte von Autor*innen afrikanischer Länder geschrieben sind? Diese Fragen diskutiert die Gesprächsrunde aus Übersetzer*innen, Regisseur*innen und Autor*innen und überlegt, wie die Zusammenarbeit aller drei am künstlerischen Prozess beteiligten Gruppen für ein erfolgreiches Ergebnis verbessert werden könnte.


ALTE FEUERWACHE, BÜHNE | 2. Juni, ca. 20 Uhr im Anschluss an die Szenische Lesung Die Natur des Gesetzes von Sinzo Aanza



--> Übertitelungen: Schwierigkeiten und Besonderheiten

 

Übertitelungen sind Teil vieler Inszenierungen im Theater und im Livestream. Dieser besonderen Form der Übersetzung widmet sich die Diskussionsrunde und fragt Übersetzer*innen, Regisseur*innen und Veranstalterinnen: Welche Funktionen muss eine Übertitelung erfüllen und was sind die Schwierigkeiten und Herausforderungen von Übersetzungen, die als Übertitelung projiziert werden? Was gilt als gelungene Übertitelung? Wie können sich Zuschauer*innen auf zwei Sprachen gleichzeitig konzentrieren?  Welchen Status haben Übertitelungen und wie werden sie verzeichnet und archiviert?

 

ONLINE | 5. Juni, ca. 21.30 Uhr im Anschluss an die Vorstellung Le Syndrome de la Pintade

 

--> Authentizität und Kohärenz der Transformation verschiedener (Landes-)Sprachen ins Deutsche

Bei dem Projekt „Romeo und Juliet in Kampala“ von Regisseur Simon Eifeler stellen sich gleich mehrere Herausforderungen. Das Bühnenwerk lebt durch seine Authentizität der Sprache und die Lebhaftigkeit der Schauspieler*innen, die Englisch mit Akzent und verschiedene ugandische Landessprachen sprechen – zum Teil in einem atemberaubenden Tempo. Es lebt durch die hohe Sprache der Shakespeare Passagen genauso wie durch die „Umgangssprache“ der Figuren. Damit die Zuschauer der Aufführung, die einen sehr lockeren und leichten Improvisationscharakter ausstrahlt, folgen können, ist eine ausgeklügelt Vorarbeit durch die Übersetzer*innen notwendig. Auch Kenntnisse landesspezifischer Besonderheiten im Ausdruck sind bei der Übersetzung von Inhalten und Redewendungen gefragt.
Podiumsdiskussion mit Simon Eifeler (Regisseur und Künstlerischer Leiter Bridgeworks), Peter Kagayi Ngobi (Theaterpoet, Regisseur und Übersetzer zwischen ugandischen Landessprachen und Englisch), Kerstin Ortmeier, Kuratorin africologneFESTIVAL, Moderation: Dorothea Marcus (freie Journalistin, u.a. Theater der Zeit, Deutschlandradio)

 

ALTE FEUERWACHE | 8. September, ca. 22.30 Uhr im Anschluss an die Vorstellung Romeo and Juliet in Kampala

 

Die Reihe wird gefördert durch den Deutschen Übersetzerfonds und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien über Neustart Kultur.

Alle Veranstaltungen werden auch online zu erleben sein.