Theaterperformance


Englisch und verschiedene ugandische Sprachen (Luganda, Ateso, Rukiga und Lusoga) mit deutscher Übertitelung


08.09.2021  21:00 Uhr  TICKETS


Preise: VVK + AK 19 € / 12 € (erm.) (VVK plus VVK-Gebühr)


Ort: Alte Feuerwache, Bühne


 

 

 

Romeo and Juliet in Kampala

Eine Theaterperformance von bridgeworks und fred – Freies Ensemble Düsseldorf

Die tragische Geschichte von Romeo und Juliet erstmals in ugandisch-deutscher Fassung, die sowohl deutsche Schauspielstile als auch ugandisches Storytelling vereint. Percussionselemente, Breakdance-Kämpfe, eine Verschiebung der Sprache: all das sorgt für einen neuen Blick auf ein so wohlbekanntes Stück und ein Verstehen des Inhalts auf einer anderen Ebene. Die Zuschauenden werden durch eine große Körperlichkeit der Inszenierung durch die Welt und die Tragik der beiden Liebenden geführt.
 
Romeo and Juliet in Kampala übersetzt dabei den Stoff in das gegenwärtige Uganda, eines der ärmsten Länder der Welt. Darf eine junge Frau in Uganda ihren Ehemann frei wählen? Welchen Wert hat ein Menschenleben in einer Gesellschaft, in der viele Menschen jeden Tag ums Überleben kämpfen müssen? Die Aufführungen in Uganda fanden im November 2019 in Ugandas Hauptstadt Kampala, u.a. im Uganda National Museum, sowie auf dem Dach des Goethe Zentrums und im Rahmen einer Schulaufführung statt.
An der Produktion beteiligt sind u.a. Ugandas bekanntester Breakdancer Abraham “Abramz” Tekya, der Theaterpoet Kagayi Ngobi, der Perkussionist Ejuku, inszeniert wurde vom Düsseldorfer Regisseur Simon Eifeler. Die Produktion entsprang einem Zusammentreffen deutscher und ugandischer Künstler*innen während eines Kulturprojektes im Jahr 2018 in Kampala, organisiert durch den Verein bridgeworks. bridgeworks fördert internationale Kooperationen im künstlerischen Bereich. Ziel dieser und weiterer Projekte von bridgeworks ist es, anstelle von Abschottung eine transnationale Vernetzung anzutreiben und Dialoge zwischen Kulturräumen zu initiieren, um Stereotype und Vorurteile abzubauen. Mit Hilfe von Theater, Tanz und Musik sollen gesellschaftliche Zukunftsvisionen entwickelt werden sowie Vielfalt und Pluralismus zu einem künstlerischen Mehrwert führen.

Die Produktion zeigen wir auch zwischen 13. und 24. September im Rahmen jeweils 2-tägiger Workshops in verschiedenen Schulen, so z.B. im Erich-Gutenberg-Berufskolleg in Köln.
 
INSZENIERUNG Simon Eifeler und Kagayi Ngobi | MUSIK Ejuku | CHOREOGRAFIE Abraham “Abramz” Tekya | KOSTÜME Isabell Ziegler | MIT Kifuko ‘Key’ Moreen Drichiru, Byamukama Bryan Powerz, Kagayi Ngobi, Abraham “Abramz” Tekya und Ejuku | GEFÖRDERT durch den Fonds Darstellende Künste #TakePart NeuStart Kultur, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das NRW Landesbüro Tanz KOOPERATION africologneFESTIVAL

 

 

Podiumsdiskussion ca. 22.30 Uhr im Anschluss an die Vorstellung Romeo and Juliet in Kampala --> Authentizität und Kohärenz der Transformation verschiedener (Landes-)Sprachen ins Deutsche


Bei dem Projekt „Romeo und Juliet in Kampala“ von Regisseur Simon Eifeler stellen sich gleich mehrere Herausforderungen. Das Bühnenwerk lebt durch seine Authentizität der Sprache und die Lebhaftigkeit der Schauspieler*innen, die Englisch mit Akzent und verschiedene ugandische Landessprachen sprechen – zum Teil in einem atemberaubenden Tempo. Es lebt durch die hohe Sprache der Shakespeare Passagen genauso wie durch die „Umgangssprache“ der Figuren. Damit die Zuschauer der Aufführung, die einen sehr lockeren und leichten Improvisationscharakter ausstrahlt, folgen können, ist eine ausgeklügelt Vorarbeit durch die Übersetzer*innen notwendig. Auch Kenntnisse landesspezifischer Besonderheiten im Ausdruck sind bei der Übersetzung von Inhalten und Redewendungen gefragt.


Podiumsdiskussion mit Simon Eifeler (Regisseur und Künstlerischer Leiter Bridgeworks), Peter Kagayi Ngobi (Theaterpoet, Regisseur und Übersetzer zwischen ugandischen Landessprachen und Englisch), Kerstin Ortmeier, Kuratorin africologneFESTIVAL, Moderation: Dorothea Marcus (freie Journalistin, u.a. Theater der Zeit, Deutschlandradio)