BURKINA FASO


Europa-Premiere


In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Orangerie Theater


25.06.2019  21:00 Uhr  TICKETS

(Einführung um 20:30 Uhr)

26.06.2019  11:00 Uhr, Schulvorstellung, nur mit vorheriger Anmeldung unter tickets@africologne.org

26.06.2019  21:00 Uhr  TICKETS

(Einführung um 20:30 Uhr)


Preis: VVK 14 € / 9 € (erm.) AK 18 € / 12 € (erm.) 


Dauer 1 h 10 m


PAROLE DUE / REDEPFLICHT

poetisch-musikalischer Theaterabend nach Texten von Aimé Césaire

Die burkinische Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Odile Sankara hat aus Texten von Aimé Césaire, dem Autor der ‚Négritude‘, einen intensiven, poetisch-musikalischen Theaterabend erschaffen. Die tiefe Humanität, die Césaires Gedichte auszeichnen, wird humorvoll dargeboten und die Weisheiten der ‚einfachen Menschen' werden mit denen des großen Philosophen verquickt. Zugleich stellt sich die Frage, was uns die Texte der „Négritude“ heute sagen? Inwiefern können sie produktive Beiträge zur Selbstermächtigung afrikanischer Gesellschaften sein?

Aimé Césaire (1913 - 2008) war ein afrokaribisch-französischer Schriftsteller und Politiker, der zusammen mit Léopold Sédar Senghor (Senegal) und Léon-Gontran Damas (Guyana) das Konzept der Négritude begründete, das seit den 1920er-Jahren zum Ausdruck schwarzen Selbstbewusstseins wurde. Geboren in Martinique, studierte er an der Pariser Elite-Hochschule und arbeitete als Lehrer in Fort-de-France. Césaire verfasste zahlreiche Gedichte, Essays, Romane und Theaterstücke. Zu seinen bekanntesten Texten gehören die Aufzeichnung von einer Rückkehr ins Land der Geburt, das Theaterstück Eine Saison im Kongo über Patrice Lumumba und die nie gehaltene, aber folgenreiche Rede Über den Kolonialismus, in der er mit flammenden Worten die jahrhundertelangen Verbrechen von Weißen an Schwarzen anprangert. Ein Text, der auch hierzulande zu den Klassikern der Studentenbewegung gehörte.

 

Odile Sankara: „Ich möchte im Werk Césaires dasjenige suchen, was ich als belebende, menschliche Nahrung, als Nährboden bezeichne. Wie lässt sich – mit Blick auf ein ganzes Leben, wie das von Césaire – freie und aufrechte Menschlichkeit darstellen? Wie errichten wir eine neue Stadt ohne Mauern mit einem nährenden Feuer, einem Feuer des Schmieds, nicht der Bombe? Wie nähren wir die Flamme, damit sie lebendig bleibt?“

 

Inszenierung Odile Sankara Assistenz Vincent Kaboré Ausstattung Yssouf Yaguibou Live-Musik Marcel Balboné und Hamidou Batagnon Licht Abdoulaye Bamogo Produktion Compagnie Kandima in Kooperation mit dem Festival Récréâtrales und africologne

 

Mit Safourata Kaboré, Odile Sankara, Christian Léger Dah